Jetzt im Kino: The Fountain
Es sollte sechs Jahre dauern, bis Darren Aronofskys erster Film nach dem gefeierten „Requiem For A Dream“ in die Kinos kam. Dabei begann die Produktion zu „The Fountain“ bereits vor fünf Jahren, damals mit Cate Blanchett und Brad Pitt in den Hauptrollen, was jedoch daran scheiterte, dass Pitt das Projekt vorzeitig verließ. Mit reduziertem Budget und den neuen Hauptdarstellern Rachel Weisz und Hugh Jackman wurde das Projekt später dann erneut aufgesetzt.
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Geteilte Meinungen
Das fertige Produkt polarisierte schon zur Premiere in Venedig: Von Kritikerseite erntete „The Fountain“ nur Hohn und Spott, doch das Publikum honorierte Aronofskys Werk mit Standing Ovations. Auch in der Folgezeit teilte sich das Publikum in eben jene zwei Lager: In die, die schlicht begeistert waren und die, die einschliefen. Wie man letztlich zum Film steht, hängt dabei deutlich von einem Faktor ab: der persönlichen Anfälligkeit für Kitsch. Quer durch drei Zeitebenen erzählt „The Fountain“ die Geschichte eines Liebespaares, in der komplex episodisch angeordnet dasselbe Thema abgehandelt wird: die rastlose Suche des Mediziners Tom (Hugh Jackman) nach einem Heilmittel für seine todkranke Frau Izzi (Rachel Weisz). Izzi selbst verarbeitete ihre Situation wiederum in einem Buch, in dem ein Konquistador (Jackman) im Reich der Maja den biblischen Baum des Lebens sucht, was im Film den zweiten Handlungsstrang darstellt. Diesen beiden übergeordnet ist die Storyline eines Weltraumreisenden (Jackman), der jenseits von Raum und Zeit versucht, einen sterbenden Baum zu retten.
Was schon in der Inhaltsangabe kompliziert klingt, präsentiert sich im Film beizeiten als gänzlich verwirrend. So machte es Regisseur und Drehbuchautor Darren Aronofsky seinem Publikum einmal mehr nicht gerade leicht, einen Zugang zur Story zu finden. Aus dem Kampf des Protagonisten gegen die Zeit strickt er eine spirituelle, teils meditative Odyssee um die thematischen Eckpfeiler Liebe und Tod, die er in eine eindrucksvolle, vor Symbolik triefende Bildsprache umsetzt. So erklimmt der Kitschfaktor unter Ergänzung von Clint Mansells entsprechendem Soundtrack immer neue Höhen.
Romantik? Kitsch? Beides?
Die beiden Hauptfiguren, überzeugend und angemessen gespielt von Rachel Weisz und Hugh Jackman, dienen hierbei lediglich als kaum ausgearbeitete Vehikel einer rahmengebenden Parabel (über)irdischer Liebe. So überlässt Aronofsky sämtliche Erklärungen zum Sinn und Zusammenhang der drei Zeitebenen gänzlich seiner Bildsprache und der Interpretation des Zuschauers. Doch genau dort liegt das Problem von „The Fountain“: Hinter all dem erzähltechnischen Bombast und der Verwirrung der Inszenierung verbirgt sich letztlich eine simple Botschaft, die in gänzlich enttäuschendem Verhältnis zur epischen Breite des Stoffes steht.
Gekleidet in eine buchstäblich vergoldete Optik schuf Darren Aronofsky eine philosophisch orientierte, wunderschön und romantisch erzählte Geschichte, die letztlich nicht ganz die Erwartungen erfüllen kann. Dennoch: Wer die Romantik gerne im Kitsch und das Ziel auf dem Weg findet, dem sollte der Zugang zum Film durchaus gelingen. Allen anderen sei jedoch entschieden von „The Fountain“ abgeraten.
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Externer Link The Fountain - Offizielle Website























