Neu im Kino:
„Fluch der Karibik 2 - Die Truhe des Todes“
So hat sich Elisabeth Swan (Keira Knightley) ihre Hochzeit nicht vorgestellt. Es regnet, ungebetene Gäste stören und der zukünftige Ehemann William Turner (Orlando Bloom) kommt überhaupt gleich in Handschellen angetrabt. Statt des Eherings bekommt auch die Braut gleich Handschellen angelegt. Grund der Festnahme: Sie haben einem Piraten zur Flucht verholfen. Dabei handelt es sich um niemand Geringeren als Captain Jack Sparrow.
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Viele Objekte der Begierde
Um sich und seine Braut freizukaufen, soll William Turner den magischen Kompass von Jack Sparrow (wieder fidel dargestellt von Johnny Depp) abliefern. Der illustre Besitzer hat allerdings ganz andere Probleme: Er hat dem legendären Geisterpirat Davy Jones, Kapitän des fliegenden Holländers, seine Seele verkauft um die Black Pearl zu erstehen. Und der fordert langsam aber sicher sein Entgelt. Um sich von dem lästigen Gläubiger zu befreien, gibt es Gott sei Dank eine unkonventionelle Möglichkeit: Die Truhe des Todes. Doch die ist nicht so leicht zu finden, angeblich ist sie sogar am Ende der Welt. Eine abenteuerliche Odyssee kann also beginnen.
Großes Aufgebot
Neben den drei Hauptdarstellern Depp, Bloom und Knightley sind auch wieder die wichtigsten Nebencharaktere mit an Board der diversen Schiffchen. Dazu kommt der neue Bösewicht Davy Jones, der von Bill Nighy überzeugend in Szene gesetzt wird. Damit kann der zweite Teil von der Atmosphäre her nahtlos an den ersten Teil anschließen. Ganz nach der Intention von Produzenten Jerry Bruckheimer. Der verspricht vollmundig ein noch größeres, humorvolleres, actionreicheres, Piraten-Spektakel. Aus seinem Mund eine glatte Drohung.
Mit Krampf wird versucht jede Szene noch mehr zu toppen und noch mehr reinzupacken. Viele der Gags wirken übertrieben bemüht, die meisten Stunts sind schlichtweg unrealistisch. Nach den Skeletten im ersten Teil wollte man noch gruseliger werden und hat ganz böse Meerespiraten erfunden. Die wasserleichenähnlichen Gestalten, mit Muscheln und allerlei Seetang behangen, geben ein derart trauriges Bild ab, dass man fast Mitleid hat. Oberbösewicht Davey Jones bringt auch nichts auf die Reihe, jedes Mal wenn es brenzlig wird, ruft er seinen Superkraken, der dann den Job erledigt. Und auch billige Abkupferung muss sich der Film vorwerfen lassen: Die Szene mit der Voodoopriesterin wurde mehr oder weniger von dem Computerspiel „Monkey Island“ geklaut.
Nach dem Film ist vor dem Film?
Dazu kommt, dass zu viel Nebenhandlung in die zweistündige Piratengeschichte reingestopft ist und sich die Handlung dauernd um hundertachtzig Grad dreht. Alle Hauptcharaktere haben unterschiedliche Ziele, es ist ein Kampf jeder gegen jeden – übrig bleibt der verwirrte Zuseher. Zu sehr wird dabei auch schon auf den dritten Teil geschielt, der mittlerweile schon fast abgedreht ist und nächstes Jahr in die Kinos kommen wird. Es scheint, dass viele Nebengeschichten absichtlich offen bleiben, um dann wohl in „Fluch der Karibik 3“ beantwortet zu werden.
So ist der Kahn schon ziemlich leck und hat Schlagseite, meine lieben Piratenfreunde. Bleibt zu hoffen, dass der dritte Teil die Mängel ausbügelt und die angefangenen Geschichten fertig erzählt. Sonst macht ihr Blub Blub Blub.
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Kommentar „Fluch der Karibik 2“-Soundtrack
Kommentar Aufgeblättert: „Die Schatzinsel“ von R. L. Stevenson
Links dazu ...
Externer Link Pirates of the Caribbean 2 (englisch)
Externer Link Fluch der Karibik 2 (deutsch)























