(T)Raumschiff Surprise – Periode 1
Ehrlich zugegeben, nach zirka fünfzehn Minuten wollte ich die Presse-Vorführung von (T)Raumschiff Suprise – Periode 1 schon wieder verlassen. Denn die erste Viertelstunde bewies vor allem eines: Dass Michael Bully Herbig für diesen Film wesentlich mehr finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt worden sind.
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Außer Spesen nix gewesen
Dieses äußert sich allerdings leider nur darin, dass ein Feuerwerk an Special Effects und in diese verliebte Kamera-Einstellungen abgeliefert wird. Von Humor ist nichts zu merken. Außer, dass dieser – genauso wenig wie Qualität – eben nicht mit den vermehrt vorhandenen Geldern gekauft werden konnte. Die Bilder des Films erinnern viel mehr an eine Episode von Star Wars, als an eine deutsche Komödie. Das wäre an und für sich ja nicht so schlimm. Nur sollte eine Komödie dann halt doch auch lustig sein. Wenn es geht.
Leider geht das in diesem Film nicht. Ein Aufgebot an Stars und eben Effekten später kann sich der den Kinosaal verlassende Zuschauer nur wundern. Was genau soll das bitte sein? Zwar bleibt der Film nicht ganz so katastrophal wie in den ersten fünfzehn Minuten, das ist aber auch schon das Positivste an ihm.
Ausgekautes Erfolgs-Rezept
Plumpe Witze über Homosexualität, die nicht einmal jemandem am Stammtisch nach sieben Bieren einfallen würden, geschweige denn lustig finden würde, weil sie so schlecht und vorhersehbar sind. Immer wieder diese pompöse Szenerie. Dieses nicht wegzubekommende Gähnen. Wie schön sind da im Vergleich Blödel-Filme wie Die nackte Kanone oder Hot Shots.
Es scheint, als hätte sich der an und für sich witzige Einfall von der schwulen Traumschiff-Besatzung in der wöchentlich stattfindenden Bully-Parade schon verbraucht. Im Film kommt einfach nichts Neues hinzu, auch vom Level der ersten Sketches auf der einfachen Kommando-Brücke sind Bully und seine Leute weit entfernt. Einzig auf Sky Du Monts Auftritte kann sich der Zuseher wirklich freuen. Wie in Der Schuh des Manitu bringt er viel Witz und Stil in die Geschichte. Das hat er aber auch dem Drehbuch zu verdanken. Damit ist er schon der Einzige, der diesem etwas verdanken kann.
Alles in allem: Ganz, ganz übel. Das hat sich das deutsche Kino nicht verdient.
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