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Blut ist ein besonderer Saft

1 Hochzeit und viele Todesfälle: Die Braut, die Killer und der Beginn des Rache-Feldzuges
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2 sind erledigt. Jetzt geht es Bill höchstpersönlich an den Kragen
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Kill Bill Vol.2 kommt endlich ins Kino

„Rache ist ein Gericht, dass am besten kalt serviert wird“. Das alte klingonische Zitat flimmerte zu Beginn von „Kill Bill Volume 1“ über die Leinwand und markierte die langersehnte Rückkehr von Quentin Tarantino ins Filmgeschäft. Ein kurzer Überblick der „Kill Bill“-Entstehung und die weiteren Pläne des Regisseurs.

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Lange Wartezeit vorbei
Sechs Jahre hat es gedauert bis uns Regie - Genius Quentin Tarantino wieder mit einem Film beglückt hat. Nachdem seine Blaxploitation-Hommage „Jackie Brown“ trotz guter Darsteller und stimmiger Romanvorlage („Rum Punch“ von Elmore Leonard; Anmerkung der Redaktion) eher enttäuschte, warteten Tarantino-Fans gespannt auf sein neuestes Werk. Im Oktober 2003 war es dann endlich soweit: „Kill Bill Volume 1“ - ein blutiger Rache-Streifen mit „Pulp Fiction“-Schönheit Uma Thurman in der Hauptrolle - kam ins Kino und der Großteil der Fans war zufrieden gestellt. Vor allem die Aussicht auf einen rasch erscheinenden zweiten Teil trug zum Glücksgefühl des Kinopublikums bei.

Ein langer Blutweg
Eigentlich war „Kill Bill“ als ein einziger Film ausgelegt, doch nach Beendigung der Dreharbeiten hatte Mister Tarantino soviel Material im Kasten, dass er kurzerhand beschloss die Geschichte auf zwei Filme aufzuteilen. Damit ist ihm etwas gelungen, das in der Produktions-Maschinerie Hollywoods kaum jemand vor ihm fertiggebracht hat: Eiskalt setzte er sich gegen Studiobosse durch, die viel lieber eine gekürzte, geschnittene, einteilige Version der Bill-Tötung gesehen hätten. Doch der finanzielle Erfolg von „Volume 1“ gab dem Filmemacher recht und jetzt endlich wird das gespannte Kinopublikum die Auflösung erfahren: Wird die Braut Bill töten?

Spaghetti-Western mit Samurai-Schwertern
War „Volume 1“ noch eher eine Hommage an das fernöstliche Kino, für das Tarantino schon seit langem ein Faible hat, so präsentiert sich der Nachfolger als knochenharter Spaghetti-Western: Mit dem Unterschied, dass an Stelle der glühenden Colts meisterlich gefertigte Samurai-Schwerter zum Einsatz kommen. Bei allem Lob, das der erste Teil der Blutoper kassierte, war aber doch ein Manko an „Volume 1“ zu bemerken: Die gewohnt genialen Dialoge der Tarantino-Filme wurden durch die zahlreichen – superb choreographierten Kampfszenen – eher in den Hintergrund gedrängt. Dieses Manko soll der Filmemacher beim zweiten Teil jedoch ausgemerzt haben. Auf jeden Fall interessant bei „Kill Bill“ ist auch wieder die Auswahl der Schauspieler. Neben Uma Thurman hat Tarantino Darsteller vor die Kamera gezerrt, deren Karriere sich schon im Müll befand. Geplant war, dass Hollywood-Altstar Warren Beatty in die Rolle des fiesen Gangster-Bosses Bill schlüpft, doch der bekam kalte Füße und sagte wieder ab. An seine Stelle trat daraufhin Kung-Fu-Legende David Carradine, dessen Filmrollen in den letzten Jahren eher auf TV-Auftritte und Trash-Filme beschränkt waren. Sicherlich eine gewagte Wahl.
War Bill bisher nur kurz zu sehen, wird es in „Volume 2“ auf alle Fälle zur unvermeidbaren Konfrontation kommen.

Liebe zur Silberscheibe
Die Geschichte rund um die rachewütige Auftrags-Killerin ist aber - Bill getötet oder nicht - noch nicht zu Ende. Erst kürzlich kündigte Tarantino höchstpersönlich an, noch in diesem Jahr eine lange, ungeschnittene Fassung des Streifens auf die große Leinwand zu bringen und diese dann auch auf DVD zu veröffentlichen. Hintergrund dazu: In Japan erschien eine brutalere Variante von „Volume 1“, die Quentin Tarantino eigens für den asiatischen Markt geschnitten hatte. Diese längere Version zusammen mit „Volume 2“ wird zur ultimativen Blutoper zusammengefügt. Und damit nicht genug, plant der Filmemacher außerdem einen dritten Teil der Saga. Handlung der Fortsetzung: Die Tochter von Racheopfer Nummer 1, Vernita Green (Vivica A. Fox), die in „Volume 1“ den Tod der Mutter mit ansehen musste, wird von der verstümmelten Sofie Fatale aufgezogen und macht als Erwachsene Jagd auf Braut Uma Thurman. Ob diese Idee jemals Realität wird, ist unklar, kündigte Tarantino nach „Pulp Fiction“ doch auch eine nie realisierte Vegas Brothers (John Travolta aus „Pulp Fiction“ und Michael Madsen aus „Reservoir Dogs“ - Anmerkung der Redaktion) – Verfilmung an. Freude bereitet dieses Aussicht trotzdem.

Seit Jahren im Gespräch soll des weiteren bereits 2005 der nächste Tarantino-Film – Arbeitstitel „Inglorious Bastards“ – in die Kinos kommen. Ein Team von entehrten US-Soldaten muss darin während des Zweiten Weltkriegs gegen Nazi-Schergen antreten – zur Rettung der eigenen Ehre. Bleibt nur eines zu sagen: Viel Vergnügen mit „Volume 2“ denn wer weiß schon wie lange wir wirklich noch auf den nächsten Tarantino-Film warten müssen.

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