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Fiese Werwölfe und sexy Vampir-Kriegerinnen machen noch keinen guten Film aus
Fiese Werwölfe und sexy Vampir-Kriegerinnen machen noch keinen guten Film aus

Underworld

Vampire sind in Hollywood immer in Mode, Werwölfe dagegen schon seit geraumer Zeit aus der selbigen gekommen. „Underworld“ verknüpft diese beiden mythologischen Geschöpfe und hüllt das ganze in eine moderne „Romeo und Julia“-Verpackung. Mit eher bescheidenem Erfolg.

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Bei der Matrix abgeschaut
Schon beim Betrachten des Trailers zu Underworld wird eine Inspirations-Quelle von Regisseur Lens Wiseman nur allzu offensichtlich – wie könnte es derzeit anders sein: die Matrix-Trilogie. Visuell kann dann auch der komplette Streifen durchaus überzeugen, und dass bei einem mageren Budget von 20 Millionen US-Dollar (zum Vergleich: Der Vampir-Film Blade kostete um ein Dreifaches mehr). Underworld transportiert seinen Betrachter in eine düstere, gefährliche Welt, in der Vampire und Werwölfe einen unerbittlichen Krieg gegeneinander führen. Die Menschen werden bevorzugt von beiden Seiten gemieden. Soviel zur Vorgeschichte.

Vampir-Julia und Werwolf-Romeo
Vampir-Kriegerin Selene (gespielt von Kate Beckinsale, bekannt aus Pearl Harbor; Anmerkung der Redaktion) hat eigentlich nur eine Direktive zu befolgen: Lycans – so nennt sich der Werwolf-Clan - zu jagen und zu töten. Doch bei einem ihrer nächtlichen Streifzüge erfährt sie durch Zufall von dem Plan der Lycans einen Menschen zu entführen. Arzt ist der Unglückliche und heißt Michael Corvin (Scott Speedman, vielleicht noch aus der TV-Serie „Felicity“ in Erinnerung; Anmerkung der Redaktion). Selene beschattet den Arzt, magisch von ihm angezogen, gegen die Order des Vampir-Regenten Kraven und welche Überraschung: eine Love-Story bahnt sich an. Aber Michael wird gebissen und das nicht von einem Vampir. Seine Verwandlung in einen Werwolf kann nicht mehr aufgehalten werden und es folgt ein action-geladenen Showdown zwischen Lycans und Vampiren.

Mit Maschinen-Gewehr auf Monsterjagd
Regisseur und Drehbuch-Autor Lens Wisemen gibt mit Underworld sein Regie-Debüt. Davor arbeitete er als Requisiteur bei den Filmen Stargate und Independence Day. So kommt es auch, dass Underworld mit qualitativ guten Spezial-Effekten und Action-Sequenzen aufwarten kann, die Geschichte selbst jedoch bereits nach kurzer Zeit den Bach runtergeht. Zu sehr tritt Wisemen inhaltlich alte Pfade aus, zu schwach sind die darstellerischen Leistungen, als dass sich der Horror-Streifen aus der Masse der Trash-Filme herausheben kann. Die Vampire sollen zwar die Kraft von zehn Männern besitzen, warum müssen sie dann aber mit Maschinen-Pistolen kämpfen. Und der Zuseher fängt spätestens dann an zu lachen, wenn die Vampir-Anführer ihren Auftritt haben. Sie könnten direkt aus „The Rocky Horror Picture Show“ entwendet sein.

Werwolf-Revival
Zumindest für eines sollte man dem Regisseur dankbar sein: er hat Werwölfe wieder auf die Kinoleinwand gehievt und Appetit auf mehr gemacht. Vielleicht kann ja „Van Helsing“ der im Mai in den Kinos anläuft diesen Appetit stillen. Darin kämpft Hugh Jackman (X-Man Wolverine, Anmerkung der Redaktion) neben Dracula und seiner Vampir-Brut auch gegen den Wolfman und Frankenstein. Und wer Lust auf einen Film hat, der die Matrix-Effekte gut abgekupfert hat, der sollte sich "Equilibrium" ansehen.

Ab 31.01.2004 im Kino

Link dazu ...

 Externer Link Offizielle Underworld-Homepage

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