Werbung
Dienstag, 09.02.2010 11:21 MEZ

Service Navigation

Benutzeranmeldung

Navigationspfad

Suche

„Im Leben wird dir nichts geschenkt“

The Baddies: „Haben den Erfolg unseren großartigen Konzerten zu verdanken“
The Baddies: „Haben den Erfolg unseren großartigen Konzerten zu verdanken“
Der Band am besten nicht zu nahe kommen: „Wir riechen recht übel“
Der Band am besten nicht zu nahe kommen: „Wir riechen recht übel“

„The Baddies“ über das anstrengende Tourleben, saubere Wäsche und den Indieband-Hype in England

Aggressiv, schnell und vor allem laut tönen die „Baddies“ aus Southend, England, seit Wochen schon unaufhaltsam durch Europa. Mit ihrem ersten Album im Schlepptau, führte sie ihr Weg schließlich auch ins Wiener Szenelokal B72. Bevor es da dann aber für die vier Herren auf die Bühne ging, standen Gitarrist Simon Bellamy und Schlagzeuger Jim Webster CHiLLi.cc noch Rede und Antwort zum immergleichen Outfit, dem Vergleich mit anderen Bands und den gleichbleibenden Strapazen des Musikerdaseins.

Werbung

 „Sind wie ein Comic von Hannibal Lecter“

CHiLLi: Da ihr hierzulande eine noch recht unbekannte Band seid, schildert doch bitte kurz, wie ihr euch kennengelernt habt.
Jim: Begonnen hat alles im Frühjahr 2007. Simons und meine Freundin waren ihrerseits seit Jahren beste Freundinnen. Schließlich zog Simon zu seinem Liebling nach Southend und wir begannen – wenn man so will – als eine große Familie zusammenzuleben. Mike, als meinen Bruder, kannte ich ja schon seit dem Sandkasten.
Simon: Danny wiederum lernten wir über die Arbeit kennen. Wir spielten damals alle bei verschiedenen Bands. Da wir uns auch als Musiker bereits kannten und schätzen, gründeten wir schließlich diese Gruppe.

CHiLLi: In welchen Bands wart ihr zuvor aktiv?
Simon: Die waren alle ein bisschen härter, kein Metal, aber doch extremer als das, was wir jetzt machen.
Jim: Die Band meines Bruders war beispielsweise eine Punk-Metal-Band, ich war in einer Post-Hardcore-Formation. Danny war wiederum in einer Punk-Band.

CHiLLi: Ihr habt viele Live-Dates auf eurem Kalender stehen, werdet ihr nicht irgendwann einmal müde?
Simon: Ja, natürlich, aber wir würden trotzdem nicht tauschen wollen. Es ist einfach toll, mit seinen Freunden in die große weite Welt hinausziehen und jeden Abend vor einer Handvoll Leuten spielen zu dürfen. Es geht zwar an die Substanz, aber irgendwie sollte das alles ja auch mit Arbeit verbunden sein. Im Leben wird dir nichts geschenkt.

CHiLLi: Tragt ihr eigentlich jeden Abend das gleiche Outfit?
Jim: Ja.

CHiLLi: Aber hoffentlich nicht dasselbe Gewand.
Jim: Nein, nein. (lacht) Wir haben schon um die drei, vier Stück davon.
Simon: Aber die stinken trotzdem alle.
Jim: Wir schaffen es meistens, einmal in der Woche eine Wäscherei zu finden. Das klappt aber leider nicht immer und dann riechen wir halt doch recht übel.

CHiLLi: Viele Leute hier würden euren Erfolg wahrscheinlich dem allgegenwärtigen Indie-Hype Großbritanniens zuschreiben. Wie würdet ihr sie vom Gegenteil überzeugen?
Jim: Solche Leute sollen einfach kommen und uns live sehen. Den Erfolg in unserem Heimatland haben wir vor allem unseren großartigen Konzerten zu verdanken. Manche britische Zeitungen verkaufen uns auch als Kopien von den „Talking Heads“ oder den „Queens of the Stone Age“. Wenn die sich tatsächlich einmal auf unsere Musik konzentrieren würden, wüssten sie, dass wir überhaupt nicht wie diese Bands klingen. Die einzigen, die voneinander kopieren, sind solche Blätter, indem sie die immergleichen Unwahrheiten über uns schreiben. Es stimmt ja: Die ganze Plattenindustrie ist einfach eine riesige Hype-Maschine. Kommt und seht uns live, damit wir euch beweisen können, dass wir uns jedes noch so kleine Bisschen selbst hart erarbeitet haben.

Interview weiterlesen ...
 „Sind wie ein Comic von Hannibal Lecter“

Interview führte Pascal Honisch [ Mail ]
Fotos von Georg Marlovics [ Mail ]

Mehr Kultur

„Meine Inspiration ist das Leben“

„Meine Inspiration ist das Leben“

Johannes Glück übers Fernsehen, das Leben und warum Tschuschen die besseren Wiener spielen mehr

Monobrother: Most–Viertels–Finest

Monobrother: Most–Viertels–Finest

Lyrische Ergüsse aus dem Mostviertel: Damit mischt Monobrother die österreichische Rap-Szene auf mehr

Mord im Spiel und ohne Plan

Mord im Spiel und ohne Plan

Kein Drehbuch und die Zuseher als Regisseure: Im Impro-Theater ist jeder Auftritt unvorhersehbar mehr

Josef Haslinger: „Virtuelle Gewalt ist ein Fortschritt“

„Virtuelle Gewalt ist ein Fortschritt“

Autor Josef Haslinger über die RAF, Krieg und den gewaltigen Fortschritt von Vatervernichtungsspielen mehr

Schwedens Milch hat’s in sich

Schwedens Milch hat’s in sich

The Fast Forwards über das Geheimnis ihres jungen Erfolges, ihr Debütalbum und andere Fantasien mehr

„Ein bisschen Sex ist dabei“

„Ein bisschen Sex ist dabei“

„Jennifer Rostock“ erklärt im Interview, warum ihr Natürlichkeit gar nicht steht, Erfolg aber schon mehr

Die Welt durch ein Auge

Die Welt durch ein Auge

Annie Leibovitz – Diese Frau hatte alle Reichen, Schönen und Mächtigen vor ihrer Kamera mehr

Thomas Raab: „Wollte gar kein Buch schreiben“

„Wollte gar kein Buch schreiben“

Thomas Raab über Klatsch und Tratsch und warum er keine Liebesromane schreibt, sondern Krimis mehr

„Finde Kunst sinnlos“

„Finde Kunst sinnlos“

Choreograf Paul Wenninger spricht über seine Inszenierung „47 Items – Ingeborg und Armin“ mehr

Gesucht: Scharfe/r Kultur Redakteur/in

Du interessierst dich für Kultur und kannst dich
besonders für Musik und Film begeistern? mehr

„Freie Meinungsäußerung ist das höchste Gut“

„Meinungsäußerung ist höchstes Gut“

Berufszettelkleber Helmut Seethaler über seine Gedichte, den Wandel der Zeit und seine Erlebnisse mehr

„Franzosen taugen nicht für Rockmusik“

„Franzosen taugen nicht für Rock“

Die Decibelles über die Situationen von Frauen in der Punkrockszene und die leider unrockbaren Franzosen mehr

„Indie ist die neue Pop-Kultur“

„Indie ist die neue Pop-Kultur“

Michael und Arne von „The Kilians“ über Indie-Musik an sich und das Bild, das dadurch vermittelt wird mehr

„Nazis finden wir schon scheiße“

„Nazis finden wir schon scheiße“

Hannes Holzmann von J.B.O. ist nichts peinlich. Ein Erfolgsrezept, das seit zwanzig Jahren funktioniert mehr

Bela B.: „Wollte die Liebe persönlich beschimpfen“

„Wollte die Liebe beschimpfen“

Bela B. über sein neues Album „Code B“ und lebenslange Dauerkarten im Fußballstadion mehr

Götz Widmann: „Ich kiffe seit dreißig Jahren“

„Ich kiffe seit dreißig Jahren“

Götz Widmann über die Liedermacher-Szene, die Legalisierung von Cannabis und seine Gedanken mehr

Gesalzene Sprache

Gesalzene Sprache

Das Haller Literaturfestival „Sprachsalz“ geht heuer in die siebente Runde und ist wie immer gut gewürzt mehr

Kinder befreien die Bühne

Kinder befreien die Bühne

Die Jugend stellt im Wiener Kindertheater „Molière“ eindrucksvoll ihr Können zur Schau und unter Beweis mehr

Abenteuerlicher Flop

Abenteuerlicher Flop

Michael „Bully“ Herbig versucht an alte Erfolge anzuknüpfen, durch viel Promo und altbekanntes mehr

Es wird awarded

Es wird „awarded“

Die österreichische Musikszene fiebert erneut der alljährlichen Verleihung entgegen mehr

„Wir sind die Bauern“

„Wir sind die Bauern“

„Bilderbuch“ über Umzüge in die Großstadt und die anspruchsvolle Kunst, ein Liebeslied zu schreiben mehr

Alex. Riener: „Wenn etwas lebt, passieren Fehler“

„Wenn etwas lebt, passieren Fehler“

Regisseurin Alex. Riener über Künstlerjobs, die vielleicht nicht viel Geld bringen, dafür aber Freude mehr

„Sind keine Popper“

„Sind keine Popper“

Agata und Gregor von „Kontrust“ über die geringen Chancen in der österreichischen Musikszene mehr

Drei Tage wach in Sankt Pölten

Video Drei Tage wach in Sankt Pölten

Nippelalarm und Glückstequila: Allerlei lustige Gestalten tummelten sich am diesjährigen „Frequency“ mehr

„Sind ehrlicher als Killerpilze“

„Sind ehrlicher als Killerpilze“

Mädchenschwarm Freisi und Alex von „Days in Paradise“ über die Schule und ihren Bandnamen mehr

Altes neu aufgewärmt

Altes neu aufgewärmt

Das „Two Days a Week“ präsentiert zum Ende der Festivalsaison Altbekanntes in familiärem Rahmen mehr

Itchyban: „Am liebsten mögen wir Geldscheine auf der Bühne“

„Sind Weltmeister im Diskutieren“

„Culcha Candela“-Sänger Itchyban über Demokratie in Bands und die Begleiterscheinungen von Konzerten mehr

Alternatives Riesenfestival

Alternatives Riesenfestival

Das „FM4 Frequency 2009“ sorgt mit neuem Gelände und Konzept für Aufregung bei den Festivalbesuchern mehr

„Timbaland ist ein Arschloch“

„Timbaland ist ein Arschloch“

Musik aus dem „Game Boy“: Tastendrücker Jeremiah Jones und Markus Schrodt über die Chiptune-Szene mehr

Vom Metal-Core zur Einfühlsamkeit

Vom Metal-Core zur Einfühlsamkeit

Nachwuchs-Bands wie „Sensylis“ haben es am Anfang nicht leicht. Schon gar nicht zu Maturazeiten mehr

Chris Corner: „Mag Dinge, die schief gehen“

„Mag Dinge, die schief gehen“

IAMX-Frontmann, Chris Corner, über Voodoo und die Liebe nach Kontrollverlust und persönlicher Freiheit mehr

Mit dem Joint zum „Flashgott“

Mit dem Joint zum „Flashgott“

Jan Delay präsentiert sein mittlerweile zweites Funkalbum und verzeiht sich kleine Sünden sofort mehr

Nackt tanzen im schwedischen Wald

Nackt tanzen im schwedischen Wald

Das Partyland Schweden zeigt sich am alljährlichen Hultsfred-Festival laut, nass und sehr ekstatisch mehr

„Gyp Hop impliziert Lebensfreude“

„Gyp-Hop impliziert Lebensfreude“

„Gyp-Hop“-Crew „Ohrbooten“ über ihren Lebensstil und ihr Album, das Raum für Interpretationen lässt mehr

K.I.Z: Ein Lied für Jörg Haider

Ein Lied für Jörg Haider

„K.I.Z“ wissen, wer Haider in den Tod schickte und beweisen, dass „Deutsch-Rap“ mehr ist als „Ghetto“ mehr

„Stara Bas“: „Ironie ist der richtige Weg“

„Ironie ist der richtige Weg“

Musiker „Stara Bas“ über seine Hass-Liebe zu Wien und sein Bedürfnis, ernste Themen aufzugreifen mehr

Selbst ist der Comic-Fan

Selbst ist der Comic-Fan

Comic und Animation kann an der „kunstschule.at“ jetzt studiert werden. Gefördert wird echte Kunst mehr

„Thriller“ im Museumsquartier

Video „Thriller“ im Museumsquartier

Jugendliche lassen Michael Jackson gesanglich noch einmal hochleben mehr

Birgit Minichmayr und „Alle Anderen

„Ich bin da schon sehr g’schamig“

Birgit Minichmayr und „Alle Anderen"-Regisseurin Maren Ade über Sex und Macht mehr

Diana Lueger: „Finde Mädchen extrem attraktiv“

„Finde Mädchen extrem attraktiv“

„Zweitfrau“-Frontdame Diana Lueger über sexuelle Abenteuer mit Frauen und ihre Lieblingsstadt L. A. mehr

„Milk+“: „Milch als Transportmittel“

„Milch als Transportmittel“

„Milk+“ ziehen aus, um Musik-Konsumenten aus den Fesseln der Starrheit zu befreien mehr

Rock ’n’ Roll im Schlamm

Rock ’n’ Roll im Schlamm

„Nova Rock“-Festival 2009 in Nickelsdorf: viel Regen, viel Schlamm und palettenweise Dosenbier mehr

Werbung

Werbung