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Schnitzel versus Obstsalat

Für Mahriah, 22,  ist ihr Veganismus mehr Lebenseinstellung als Ernährungsform
Für Mahriah, 22, ist ihr Veganismus mehr Lebenseinstellung als Ernährungsform
Experte Pany: „Veganer sind nicht in der Lage, sich ausgewogen zu ernähren“
Experte Pany: „Veganer sind nicht in der Lage, sich ausgewogen zu ernähren“

Veganismus als tierschonende Alternative oder gar als eine Anleitung zur lebenslangen Fehlernährung?

„Tiere sind keine Ware, sondern Lebewesen, genau wie wir“, betont die 22-jährige Mahriah, während sie Flyer über Massentierhaltung an vorbeikommende Passanten auf der Wiener Mariahilfer-Straße verteilt. „Sie sollten daher die gleichen Rechte besitzen und mit dem gleichen Respekt behandelt werden, den alle Menschen erwarten“, und das heißt vor allem: Ein Recht auf ein artgerechtes Leben, weit weg von Hühnerfarmen und Schlachthöfen, so die Aktivistin. Auch die 29-jährige Monika, genannt „Muck“, Kampagnenleiterin der Kleider-Bauer-Demos in Wien, setzt sich für den Tierschutz und die Rechte der Tiere. Vor allem aber: Muck und Mahriah leben vegan. Doch was genau versteckt sich hinter dem Begriff „Veganismus“? Und kann er möglicherweise zur Gefahr werden?

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Gegen die Evolution?
Veganismus ist eine Lebenseinstellung, bei der auf alle tierischen Produkte in der Ernährung aber auch im Alltag verzichtet wird. Für Fleischliebhaber ein Horrorszenario, denn im Klartext heißt das: Aus und vorbei mit dem fleischlichen Genüssen. Allerdings geht Veganismus weit über Vegetarismus hinaus. Während die „Artgenossen“ nur auf Fleisch, Fisch oder Huhn verzichten und es dabei belassen, verbannen Veganer alle tierischen Produkte von ihrem Speiseplan und aus ihrem restlichen Leben. Angefangen von Milch über Eier bis hin zum Honig. Bei der Produktion von Honig werden zwar keine Tiere getötet, doch auch die Ausbeutung von Tieren, hier am Beispiel der Bienen, ist Grund genug, den klebrigen Brotaufstrich in der Versenkung verschwinden zu lassen.

Für Ernährungsexperte Bernhard Pany ein Grund zur Besorgnis: „In der Entwicklungsgeschichte der Menschheit, sind mir keine Kulturkreise bekannt, die sich ausschließlich von pflanzlicher Nahrung ernährt haben.“ Da sich die Evolutionsgeschichte in nur sehr langsam anpassungsfähigen Genen wieder spiegelt, sei es für ihn daher unwahrscheinlich, das Veganismus für die Entwicklung einer Person auf Dauer von Vorteil sein kann. „Meiner Ansicht nach sind Veganer nicht in der Lage, sich ausgewogen zu ernähren“, so Pany weiter.

Wenn Vegetarismus nicht mehr reicht
Vegan zu leben bedeutet für Muck in ihren täglichen Konsum aber nicht nur auf ihre Essgewohnheiten zu achten, sondern auch etwas für Tierrechte, Klimaschutz und gegen Welthunger zu tun. Auf die Frage ob Fleischesser ein geringeres ökologisches Bewusstsein haben, antwortet sie: „Umgekehrt formuliert: Jeder Mensch, dem die Umwelt am Herzen liegt, sollte seine Ernährung kritisch unter die Lupe nehmen.“ Denn uns bleibe gar nichts anderes übrig, als unsere Nahrung mehr und mehr auf pflanzliche, Ressourcen-schonende Produkte umzustellen, wenn wir uns und kommenden Generationen ein Überleben auf diesem Planeten sichern wollen. Ernährungberater Pany sieht jedoch ganz andere Gründe hinter dem veganen Lebenswandel. Für ihn sind „erworbener Ekel oder Weltschmerz wohl die häufigsten Beweggründe sich Vegan zu ernähren.“

Der vegane Speiseplan
„Mein Speiseplan ist der gleiche wie bei Vegetariern“, betont Publizistik-Studentin Mahriah, „einfach nur vegan“. Gegessen wird kreuz und quer durch den Gemüsegarten, aber auch viele Getreide- und Sojaprodukteprodukte landen auf dem Teller. Für Bernhard Pany keinesfalls ein Idealzustand, denn „Getreideprodukte sind keine guten Lebensmittel und verantwortlich für viele Zivilisationskrankheiten wie zum Beispiel koronare Herzkrankheit oder Diabetes.“ Doch an derartige Probleme und Mangelerscheinungen glaubt Mahriah erst gar nicht, denn im Gegensatz zu früher achtet sie vermehrt auf eine gesunde und bewusste Ernährung. „Normales Essen vermisse ich nicht, denn alles was ich will, gibt es auch auf veganer Basis.“

Motivforschung wichtig
Doch wartet der Tod vielleicht im Obstsalat? Gefahren birgt die vegane Ernähungsweise jedenfalls: Ein Mangel an wichtigen Nährstoffen, bedingt durch ein „zu wenig“ an bestimmten Inhaltsstoffe können die Folge sein. Ernährungsberater Bernhard Pany steht dem Veganismus deshalb aus ernährungsphysiologischer Sicht kritisch gegenüber. Er rät jedem angehenden Veganer seine Motive nochmals zu überdenken und auf jeden Fall diesen Entschluss mit einem Psychoneuroimmunologen abzuklären. Denn „Vorteile einer veganen Ernährung sind mir keine bekannt. Außer, dass keine Tiere leiden und sterben müssen, damit wir was ,G’scheites’ am Teller haben. Allgemein bekannt ist, dass Veganer ein sehr hohes Risiko haben, mittelfristig an den Folgen eines Vitamin B12-Mangels zu leiden. Dabei wird die Bildung roter Blutkörperchen massiv beeinträchtigt, die für den Sauerstofftransport im Blut verantwortlich sind.

Von fördernd bis gefährdend
Doch nicht alles was „grün“ ist glänzt. Wird einer ausgewogenen Ernährung nicht genug Beachtung geschenkt, so kann Veganismus auf direktem Wege in die Unterernährung führen und Folgeschäden verursachen. Doch für Aktivistin Muck ist Veganismus nicht nur eine alternative Ernährungsform, sondern eine Lebenseinstellung hinter der eine Philosophie ganz im Sinne der Tiere und der Umwelt steckt: „Ich lebe vegan. Meine Philosophie hat mehr mit freiem Willen und Vernunft als mit Zwang zu tun.“ Und auch Ernährungsberater Pany weiß, „dass beim Allesfresser der Großteil der Nahrung ebenso aus Obst und Gemüse bestehen sollte.“

Mehr dazu ...
 Bilder Erst Pelz, dann Fleisch
 Bilder Jugend spricht: Was hältst du von Veganismus?
 Nährstoffe im Einkaufswagerl

Passend dazu …
 Fleischeslust und der Tod in der Semmel
 Kommentar „Vegetarisch kochen“ von Celia Brooks Brown

Links dazu …
 Externer Link Vegane Gesellschaft Österreich
 Externer Link VGT – Verein gegen Tierfabriken
 Externer Link BAT – Basisgruppe Tierrechte

Franziska Stadelmann [ Mail ]
kein Profilbild von Tierrechtsinitiative MaqiTierrechtsinitiative Maqi 17.03.2009 19:59

erst informieren, dann reden für all diejenigen, die in der Fotostrecke bzw. überhaupt der Meinung sind, für 'Eier' und 'Milch' würden keine Tiere sterben, mögen sich eines besseren überzeugen:
Eier: http://arpix.de/img/a:R/w:512/h:512/q:69/f:1235.jpg
Milch: http://www.maqi.de/photos/pix/kaelber-tot.jpg
weitere Fotos: www.tierrechtsbilder.de antworten

kein Profilbild von [YjY0dGFnOkZlbGl4IEhlaW13ZXJrZXI=] 17.03.2009 16:09

genau, diese "veganer die immer die teuren bioeier kaufen".
.. *augenroll*
da hat wohl wer ganz genau überlegt vor dem schreiben,..

ich bin ein wenig enttäuscht von der chilli.cc-berichterstattung. der sogenannte ernährungsexperte bernhard pany hat weder ernährungswissenschaften, noch medizin studiert. www.paxpany.at
warum meint chilli.cc, dass dieser mann ernährungsexperte ist?

die ADA, die von gerda huber verlinkt wurde hat 70.000 mitglieder weltweit (diätberater_innen, ernährungsberater_innen) und die meint:

"Es ist die Position der ADA, dass eine entsprechend geplante vegetarische Ernährung gesund und ernährungsmäßig ausreichend ist und gesundheitliche Vorteile bei der Vorbeugung und Behandlung bestimmter Krankheiten bietet."

Außerdem spricht sich die ADA sogar positiv für die vegane Ernährung aus:

"Eine gut geplante vegane oder andere Art der vegetarischen Ernährung ist für jede Lebensphase geeignet, inklusive während der Schwangerschaft, Stillzeit, Kindheit und Pubertät ..."

es ist schade, dass immer und immer wieder die gleichen alten klischees wiederholt werden. "veganer sind fanatiker", "veganer sind ungesund". gerade die chilli.cc berichterstattung hatte bis jetzt oft neue blickwinkel, abseits des mainstreams,..

lg
f. heimwerker
antworten

kein Profilbild von [YjY0dGFnOkluZ3JpZCBIdXR0ZXI=] 20.03.2009 11:21

Bernhard Pany: Ernährungsberater mit Hausverstand Sehr geehrter Herr Heimwerker!
Der Physiotherapeut Bernhard Pany -ein übrigens ganz ausgezeichneter seines Faches- ist zwar kein graduierter Mediziner, verfügt aber in Sachen Ernährungsberatung über jenes Wissen auf diesem Gebiet, das bei ihm den Begriff "Experte" durchaus rechtfertigt . Und überdies verfügt er über jenes Maß an Hausverstand, der leider auf keiner Universität unterrichtet wird, meint
mit lieben Grüßen
Ingrid Hutter antworten

kein Profilbild von Bernhard PanyBernhard Pany 18.03.2009 13:52

ah die ADA Sehr geehrte Frau Huber, sehr geehrter Herr Heimwerker,
Die Website der ADA ist sehr schön, besonders die Bilder! Das Photo in der Rubrik "Food & Nutrition Information" verleihen der Seite einen angenehm sektenartigen Charakter(In Sekten sind Kinder immer die Ärmsten!). Aber davon soll sich jeder selbst überzeugen. Der Link ist ja mittlerweile bekannt. Aber hier nochmal, weils so schön ist! http://www.eatright.org/cps/rde/xchg/ada/hs.xsl/nutrition.html
Vorsicht! Die ADA ist keine offizielle Staatliche Vereinigung, sondern ein mittelgroßer Verein für "Ernährungs-Bildung".
Es ist richtig, daß es viele Studien über positive Effekte auf die Gesundheit durch vegetarische bzw. vegane Ernährung gibt. Die meisten Studien die ich kenne sind allerdings auf einen Zeitraum von mehreren Wochen bis wenigen Monaten beschränkt.
Studien über vegetarische Ernährung und Schwangerschaft, Stillzeit und Kindesalter, die diesbezügliche Empfehlungen als Konklusio haben, sind mir nicht bekannt.
Die Presseaussendung bitte nicht mit einer Studie verwechseln!
Und das 18 Seitige Positionspapier der ADA macht auch deutlich, daß vegane Ernährung hauptsächlich und nur mittels Nahrungsergänzung zu bewerkstelligen ist.
Nahrungsergänzung, davon kann jeder profitieren, aber über weite Strecken darauf angewiesen zu sein, halte ich auch für unnatürlich.

Die ADA hat Weltweit 70.000 Mitglieder, das ist nicht besonders viel, aber angeblich ist jedes dieser Mitglieder ein Ernährungsexperte (die meisten wahrscheinlich nicht mehr oder weniger als die Mädels und Jungs aus der "Photoleiste", aber die kennen sich doch ganz gut aus).
Versteht mich bitte nicht falsch, aber sich vegan zu ernähren , da gehört schon einiges dazu. Jeder der es für sich durchzieht (und nicht zu Missionieren versucht) verdient meinen persönlichen Respekt. Das ist ein echtes Opfer für die Wissenschaft! Verschont bitte nur Kinder und Ungeborene.

Liebe Grüße
Bernhard (www.paxpany.at)
antworten

kein Profilbild von [YjY0dGFnOkdlcmRhIEh1YmVy] 17.03.2009 11:34

Schade, ein solcher Artikel ... ... zumal anerkannte Organisationen weltweit, wie die ADA (American Dietetic Assoc.), die vegane Ernährung sogar ausdrücklich befürwortet, sogar für Schwangerschaft und Kleinkinder, und erst recht natürlich für uns Erwachsene. Siehe http://www.eatright.org/ada/files/veg.pdf

Weitere Gesundheitsstudien z.B. auf http://www.futurefood.org/globalbenefits/health_de.php
antworten

kein Profilbild von Fritz BeheimFritz Beheim 17.03.2009 14:14

veganer sind fanatiker! veganer sind fanatiker - das zeigt dieser artikel wieder einmal deutlich. diese demonstranten aus gutem hause solln einmal von 500 euro im monat leben... da kann man sich die viermal so teuren bioeier oder teuren sojazeugs nicht leisten- wenn das würstel billiger und nährwerter ist.

diese verwöhnten sollen lieber was hackeln gehen oder zumindest für jobs demonstrieren und nicht für so einen stumpfsinn!!! zum ärgern diese typen! antworten

kein Profilbild von Heimo HelwigHeimo Helwig 17.03.2009 14:35

recht hast du! antworten

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